Der erste Fiat:
Das erste Glück liegt nun fast acht Jahre zurück. Damals habe ich mir einen top gepflegten weissen Fiat 500 gekauft, ihn sieben Jahre in der Garage stehen lassen und dann mit der Restauration begonnen.
Das Zerlegen war in einem halben Tag schnell gemacht. Dann ging es ab zum Sandstrahler und wenig später klingelte dann auch mein Telefon: “Kommen Sie bitte vorbei und schauen sich die Karosse mal an”. Ich ahnte böses und genau das kam auf mich zu. Ich sah eine völlig verzogene, mehrfach verunfallte und morsche Karosse vor mir stehen. Mein top gepflegter Fiat hatte eine sichtbar bewegte Vergangenheit hinter sich, die von meinem Vorbesitzer so gut wie möglich versucht wurde zu retuschieren. Trotzdem entschloss ich mich zum Wiederbeleben. Der Plan war, es sollte ein Auto zum Reisen werden bei dem die Patina seine Geschichte erzählen sollte.
Nach einigen Schweissarbeiten ging es ab zum Lacker und dann an den Zusammenbau. Den Unterboden habe ich mit Brantho Korrux und Perma Film behandelt. Ein Teufelszeug, daß aber eine gute Haftung aufweist und somit dem Rost sehr gut trotzen kann.
Ansonsten habe ich alle Anbauteile erneuert, bzw. aufgearbeitet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:
Fast ein Jahr Restaurierungsarbeiten lagen hinter mir. Im September wollten wir es dann wissen. Der Fiat hatte die ersten ca. 5.500 km standfest hinter sich gebracht und wir fühlten uns reif für eine lange Reise gen Süden. Meine Frau und ich gingen auf grosse Tour und fuhren mit dem Fiat nach Kroation in den Urlaub.
Der zweite Fiat:
Der Fiat stammt aus erster Hand aus Sizilien mit einem Tachostand von 26.000 km. An seiner Karosserie sind noch keine “großen” substantiellen Teile ausgetauscht worden. Lediglich wurde der ein oder andere Flicken gesetzt. Dadurch hat er perfekte Spaltmasse und ein Schließverhalten der Hauben und Türen wie man sich einen neuen 500er Bj 68 vorstellen kann.
Der Unterboden ist komplett original, es wurden nur jede Menge Schichten Unterbodenschutz aufgetragen. Diese habe ich, wie auf den Bildern zu sehen, mit einer Drahtbürste komplett bis auf das Blech abgeschliffen. Dann versiegelt, neu gewachst und nun ist er fertig für die ersten Touren.
Ausserdem habe ich die Sitze neu bezogen und die Sitzgummis vom Puch verbaut. Der Motor wurde durch einen 650ccm aus dem Fiat 126 und das Getriebe durch ein synchronisiertes ersetzt. Das neue Verdeck besteht aus flachengrünem Sonnenlandstoff. Die Felgen sind die seltenen FERGAT´s mit 145er Reifen.
Und so sieht er aus:
Nun kann es endlich wieder losgehen mit unseren Reiseberichten und den vielen Erlebnissen von denen wir hier selbstverständlich berichten werden…
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