FiSa650: Ein Fazit nach 1.400 Kilometern

niederrhein21 Nun fahr ich den Wagen seit der Restauration und den diversen Umbauten schon ein paar Wochen und es wird Zeit für ein kurzes Fazit. Kurz gesagt: Der Umbau auf den Visa-Motor hat sich (für mich) wirklich gelohnt. Zwar war der Weg zum Ziel durchaus anstrengend und aufwändig – hin und wieder auch frustrierend – aber all das war in dem Moment der Zulassung fast vergessen und mit Montage der Nummernschilder endgültig verdrängt. Das Setup macht im Gesamtgefüge wirklich richtig Spaß, sowohl im Stadtverkehr als auch auf der Landtstrasse bzw. auf der Autobahn.

Der Motor
Der Visa-Motor läuft wirklich sehr ruhig und vibrationsarm wie es immer berichtet wird und hat mächtig Drehmoment. Im Zusammenspiel mit dem lang übersetzten BIS-Getriebe machen Überholmanöver auf der Autobahn jetzt richtig Spaß und die Endgeschwindigkeit lässt ebenfalls nicht zu wünschen übrig. Dazu kommt das die Akustik im Innenraum recht leise ist und die Schalldämpfer der Harley zwar krachen können, wenn Gummi gegeben wird, aber angenehm leise sind wenn mit niedriger Drehzahl gefahren wird.

motor_fertig1 Der Verbrauch liegt bei rund fünf Liter und ist damit wesentlich geringer als bei dem getunten Fiat 650ccm-Twin den ich vorher gefahren bin. Negativ im Vergleich zum Fiat-Motor ist die fehlende Heizleistung, denn das Konstrukt mit den modifizierten Motorblechen und dem Inline-Lüfter hat es nicht wirklich gebracht. Die warme Luft kommt zwar vorne im Innenraum an, ist aber nur ein laues Lüftchen. Zudem ist der Nachteil das die warme Luft an den Zylinderköpfen nicht ausreichend abgeführt wird. Hier habe ich eine neue Lösung in Arbeit, die nach Fertigstellung hier präsentiert wird.

Der Ölkühler hat sich sehr gut bewährt. Die Öltemperatur liegt konstant bei rund 85–90°, allerdings bin ich noch nicht wirklich bei hochsommerlichen Temperaturen gefahren aber das wird noch kommen. Der Ölkühler wird auch bei einem Blick auf den Wagen von der Seite nicht wirklich wahr genommen. Es war auch hier eine gute Entscheidung das Teil vom 7er BMW zu nehmen, der recht niedrige Bauhöhe (6 Reihen) hat.

Die Luffilterfrage ist ebenfalls noch nicht entschieden. Momentan fahr ich den originalen Luftfilter vom Visa-Motor, der etwas groß ist aber – wie ich finde – recht harmonisch im Zusammenspiel mit dem Motor wirkt. achteil: er ist nicht mehr mit dem originalen Halter montiert und schlägt momentan an die Motorhaube. Die Alternative ist der Luftfilter vom Golf III (der auch auf eineigen Bildern hier zu sehen ist), der noch ein wenig mehr Durchzug haben soll aber dafür optisch nicht so schön harmoniert.

Der Innenraum
niederrhein10 Die Farbkombination Rot/Grau war eine gute Entscheidung und harmoniert sehr schön. Empfehlenswert bei den vorderen Sitzen sind auch die Puch-Gummis anstelle der Standard-Federn. Der Komfort der Sitze hat sich hierdurch enorm verbessert. Das Luisi-Lenkrad liegt sehr gut in der Hand und ist mit 31cm Durchmesser auch noch groß genug um den gesamten Tacho im Blick zu haben. Auch die Anschaffung des Lenkstockschalters in D-Optik mit den Chrom-Hebeln hab ich nicht bereut, diese sind sehr wertig und die Haptik ist angenehmer als mit den Standard F-Hebeln.

Was ich wieder rausgeschmissen habe, ist die Mittelkonsole aus Kunststoff. Diese lag viel zu eng auf den Hebeln von Anlasser und Choke, die dadurch nicht komplett in den Null-Zustand zurück gingen, was supoptimal ist. Hier werde ich nochmal Hand anlegen müssen. Die drei Zusatzinstrumente waren ebenfalls eine gute Entscheidung. Das Panel sitzt ja mittig an der Stelle wo sonst das Handschuh montiert ist und sieht recht gut abzulesen.

Das Fahrwerk
Beim Fahrwerk hab ich nicht viel verändert. Die Stoßdämpfer von Sachs haben einen angenehmen Komfort. Lediglich die hinteren Federn musste ich austauschen. Hier waren erst die klassischen Tieferlegungs-Federn montiert, allerdings kommen diese mit dem Visa-Motor  viel zu tief. Nun ist es eine Zwischengrösse zwischen Tieferlegung und Serienfeder geworden. Damit bin ich nun zufrieden denn der Wagen liegt insgesamt sehr harmonisch. Im Winter wird das Fahrwerk noch einmal überarbeitet. Es sollen Koni-Stoßdämpfer rein und an der Blattfeder vorne wird ein Stabilisator montiert.

Die Karosserie
branding5 Hier plane ich noch einen Schuss Farbe: Es soll seitlich einen roten Streifen geben, ähnlich dem Streifen der Abarth-Modelle allerdings mit integriertem FiSa650-Logo. Momentan habe ich testweise eher kleine Logos angebracht, die aber nicht die Wirkung haben die ich mir vorstelle. Außerdem werden die Felgen noch teilweise in rot lackiert werden. Außerdem muß der Lackierer nochmal ran. Zum einen hab ich mir beim Einbau der Fahrertür den Lack ein wenig beschädigt und zum zweiten reisst der Lack vorne am Übergang Kotflügel und Fahrzeugfront.

Wenig zu tun, viel fertig
Wie man sieht, gibt es nicht mehr wirklich viel zu tun. So wie der Wagen jetzt da steht bin ich schon sehr zufrieden und alles was noch auf meiner ToDo-Liste steht sind i-Tüpfelchen und machen das Konzept rund, insofern bin ich rundum zufrieden und werde hier immer wieder über die aktuellen Arbeitsschritte berichten.


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